
Die Diskussion um die Reform des foderalen Finanzausgleichs bestimmt einen guten Teil der innenpolitischen Debatte der Bundesrepublik. Mehrfach hat sich auch das Bundesverfassungsgericht mit der Thematik befasst, so zuletzt im November 1999. In dem vor dem Verfassungsgericht ausgetragenen Rechtsstreit wie auch in der finanzpolitischen Diskussion kommt dem Begriff des Wettbewerbsfoderalismus eine zentrale Bedeutung zu. Die Studie untersucht erstmals die Karriere des Begriffs aus sozialwissenschaftlicher Sicht und deckt die Schwachen des Ansatzes auf. Daruber hinaus beschaftigen sich die Autoren mit der von den Kritikern der jetzigen Regelung ebenfalls haufig herangezogenen Anreizthese, derzufolge der Finanzausgleich bislang zu wenige Anreize fur Nehmerlander schaffe, ihre Steuerkraft zu erhohen. Die inhaltsanalytischen und wissenschaftstheoretischen Analysen des Bandes werden erganzt durch Uberlegungen zur Agenda-Setting-Funktion der Medien. Die Untersuchung bietet damit eine wichtige Bereicherung der bisher recht einseitig von Verfassungsrechtlern und Finanzwissenschaftlern dominierten Diskussion um die Reform des Finanzausgleichs.
Page Count:
100
Publication Date:
2000-01-01
ISBN-10:
3789067547
ISBN-13:
9783789067549
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