
ger: Über den europäischen Einigungsgedanken wurden bislang schon viele Werke verfaßt, vor allem seitens der Friedensforschung unzählige Entwürfe wieder veröffentlicht und kommentiert; doch kaum eine Abhandlung zu diesem Thema führt die Geschichte des Europagedankens und die eines einzelnen Landes zusammen. Die Analyse der Parallelität von der Entstehung eines Nationalstaates und der Idee eines geeinten Europas unternimmt nun am Beispiel der Schweiz den Versuch, das Werden einer politischen Idee zu verfolgen. Die Schweiz eignet sich für dieses Vorhaben aus mehreren Gründen: Die Erwähnungen der Schweiz als Vorbild für Europa oder als Abbild Europas im Kleinen sind Legion, die Schweiz fand einst ähnlich schwer zu einem ihre Bürgerinnen und Bürger überzeugenden Identitätsbegriff wie heute die Europäische Union, man debattierte lang, ob man nicht eher Nationalitätenstaat denn Nationalstaat sei, und die Angst vor einem Untergang oder einer Auflösung der Schweiz als Staat inmitten der großen europäischen Nationen war dabei fast zwanghaft Die Dissertation stellt den Beitrag von Schweizerinnen und Schweizern an der europäischen Einigungsidee in den Mittelpunkt und arbeitet die bislang unzureichenden Kenntnisse über die schweizerische Ideengeschichte zu Europa auf. Dabei wird ein Überblick über die jahrhundertealte, mannigfaltige Verflochtenheit der Schweiz mit Europa gegeben, besonders in einer Zeit, in der die Schweiz noch immer außerhalb des von ihr doch vor allem auf ideeller Ebene intensiv vorangetriebenen Einigungsprozesses steht.
Page Count:
206
Publication Date:
2005-01-01
ISBN-10:
3631543816
ISBN-13:
9783631543818
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