
Wir sind heute gezwungen, all unsere schopferischen Talente und Geschicke einzusetzen, um im Wettbewerb zu bestehen. Dabei verkommt Kreativitat zu einer kapitalistisch-rationalistischen Verkurzung von etwas, das eigentlich mit Bildung zu tun haben konnte - und zwar nicht erst seit Ken Robinson die Schaffenskraft als Bildungsziel wieder popular gemacht hat. Im Angesicht von Neoliberalismus, Digitalisierung und Globalisierung wird Friedrich Schillers Asthetische Erziehung des Menschen" (1879) wieder brisant: sie strebt mit den Mitteln der Asthetik nach Freiheit und Emanzipation. Die vorliegende Ausgabe des Magazin erwachsenenbildung.at (Meb) versammelt Beitrage, die uber asthetische Bildung, Erfahrung und Wahrnehmung in Theorie und Praxis, in Kunst und Musik reflektieren und dabei ein grosses kritisches und emanzipatorisches Potenzial zu Tage fordern. Vorgestellt und hinterfragt werden unter anderem die emanzipativen Moglichkeiten von Gamification, intergenerative Kulturvermittlung im asthetischen und feministischen Tun, politisch-partizipative Theaterarbeit, szenische Lehrforschung, die Entwicklung digitaler Lernmedien und Modelle von asthetischer Lernerfahrung. Das Gute und Schone, revisited? Magazin erwachsenenbildung.at (Meb) ist das Fachmedium fur Forschung, Praxis und Diskurs der osterreichischen Erwachsenenbildung. Es wird vom Bundesinstitut fur Erwachsenenbildung gemeinsam mit dem Bundesministerium fur Unterricht, Kunst und Kultur dreimal jahrlich herausgegeben. Alle eingereichten Artikel werden einem Review der Fachredaktion unterzogen, die mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Praxis und Medien besetzt ist. Seit 2007 als Online-Magazin betrieben, erscheint das Magazin seit 2009 auch als gedruckte Publikation. Alle Artikel und Ausgaben des Magazin erwachsenenbildung.at sind im PDF-Format unter www.erwachsenenbildung.at/magazin kostenlos verfugbar
Page Count:
128
Publication Date:
2014-01-01
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