
Die politisch gemassigte Romanliteratur der Weimarer Republik (1918-1933) zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt an Wegen und Strategien aus, die im kunstlerischen Umgang mit dem bedrohten demokratischen Wandel in Staat und Gesellschaft zum Einsatz kommen. Besonders bedeutsam erscheinen dabei die unterschiedlichen Ausformungen sachlich-realistischen Schreibens. Die vorliegende Untersuchung nimmt sich auf Basis von uber siebzig bekannteren und unbekannteren Werken der Aufgabe an, damals ausgetestete, aber auch verpasste Moglichkeiten des Literarisch-Asthetischen in der Behandlung politischer Themen aufzuzeigen und mit einem gewissen Anspruch auf Aktualisierbarkeit zu interpretieren. Im Gegensatz zu der ublichen Vorgehensweise bei politisch ausgerichteten literaturwissenschaftlichen Studien stehen hier also nicht primar die Inhalte der einbezogenen Texte im Zentrum; vielmehr liegt der Fokus auf einem konsequenten Durchleuchten der jeweiligen Vorgehensweise bei der Inhaltsvermittlung. Die so entstandene Abhandlung konnte als eine Art Leitfaden aufgefasst werden, welcher die Romane einer der disparatesten Epochen hinsichtlich ihres Wirkungspotenzials im politischen Diskurs zu erschliessen sucht und ihre demokratiestutzende Dimension in der Breite und Tiefe zuganglich macht.
Page Count:
389
Publication Date:
2012-01-01
ISBN-10:
3899139364
ISBN-13:
9783899139365
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