
Ricarda Huch (1864-1947) war Dichterin und Historikerin zugleich. Neben Romanen, Erzählungen und Lyrikbänden verfasste sie Biographien und Epochendarstellungen. Sie hinterließ ein vielschichtiges und weitgehend noch unerforschtes Oeuvre, das von der Frage nach der Stellung des Menschen in der Moderne und dem Gewicht der Überlieferungen angetrieben wurde. "Manche AutorInnen sind dafür bekannt, nicht nur in einer Textsorte oder einem Genre zuhause zu sein. Bei wenigen ist dies so wohlbegründet wie bei Ricarda Huch. Sie verfasste Lustspiele und dramatische Stücke, Fach- und Sachbücher diverser kulturwissenschaftlicher Disziplinen, Gedichte und Grotesken, Romane und Erzählungen, Lebensskizzen und Biografien. Selbst Fastnachtspossen und ein Märchenspiel zählen zu ihrem vielfältigen Œuvre. So konstatiert Gesa Dane in ihrer Einleitung zu einem Huchs "Denk- und Schreibweisen" gewidmeten Sammelband denn auch mit guten Gründen, am Werk dieser vielfältigen Autorin ließen sich "Verschränkungen von kulturwissenschaftlichen Problemstellungen mit literarischen Schreibweisen studieren". Der auf eine im Sommer 2009 an der Universität Göttingen abgehaltenen Tagung zurückgehende Band setzt zwei Themenschwerpunkte, indem er einerseits der "starken Traditionsorientierung der Historikerin" Huch nachgeht und diese "selbst in ihren fiktionalen Texten" nachweist, und zum anderen "die Traditionen des aufgeklärten bzw. Kultur-Protestantismus" beleuchtet, "denen Huch verpflichtet war"." (literaturkritik.de)
Page Count:
223
Publication Date:
2012-01-01
ISBN-10:
3835311409
ISBN-13:
9783835311404
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