
Wir erleben gerade den Beginn eines spannenden Moments der Evolution: den Beginn des Anthropozäns. Eines Zeitalters, in dem die Menschheit zu einem entscheidenden Einflussfaktor der biologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde wird. Aus kosmischer und philosophischer Perspektive geht es sogar um noch mehr: um die Frage, ob Menschen dazu in der Lage sind, ihre heut vorhandenen vielfältigen Erkenntnisse, riesigen Produktivkräfte und globalen Kommunikationsweisen letztlich vor allem für „humane“ Ziele und Zwecke einzusetzen. Oder ob sie diese vor allem dazu benutzen, die Erde für ihre Egointeressen zu verwüsten. Damit stellt sich die Frage nach den menschlichen und kulturellen Potenzialen, welche uns dazu befähigen könnten, Wissenschaft und Technik als Instrumente für eine nachhaltige Perspektive zu nutzen. Haben wir solche Potenziale? Welche sind es? Und wie werden diese so stark und wirksam, dass sie unsere beschränkten Interessen transzendieren? "Ihrer wahren Wesensbestimmung nach ist die Wissenschaft das Studium der Schönheit der Welt. Die Erfahrung des Guten gewinnt man nur, indem man es vollbringt. Deshalb ist das einzige Organ für den Kontakt mit der Existenz die Akzeptanz, die Liebe. Deshalb sind Freude und Realitätssinn identisch." (Simone Weil)
Page Count:
171
Publication Date:
2020-11-05
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