
Akbar der Grosse ist einer der bedeutendsten Herrscher der Weltgeschichte. Er hat das Moghulreich geschaffen, ein glanzvolles Imperium, das eines der drei islamischen Grossreiche der frühen Neuzeit gewesen ist, neben dem der türkischen Osmanen und dem der persischen Safariden. In den fünf Jahrzehnten seiner Regierungszeit (1556-1605) machte er aus einem nordindischen Territorialfürstentum die Führungsmacht des ganzen indischen Subkontinents. Die gewaltigen Stromgebiete des Indus und des Ganges wurden Teil von Akbars Imperium, das am Ende seines Lebens von Afghanistan und Kaschmir im Norden bis in den Dekkan im Süden reichte und von Belutschistan im Westen bis Bengalen und Orissa im Osten. Errungen hat Akbar dies alles mit einer klugen Mischung aus entschlossener Kriegführung und Diplomatie, und Dauer verliehen hat er ihm durch weitsichtige Reformen im Inneren und den Aufbau einer militärischen und zivilen Organisation. Vor allem aber bemühte er sich um Versöhnung der Kulturen und Religionen seines Reichs, Wissenschaft und Kultur förderte er nachhaltig. Seinen Erben hinterliess Akbar ein Staatswesen, das drei Generationen lang die Vormacht Indiens blieb.
Page Count:
224
Publication Date:
1998-01-01
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