
Die kollektive Rechtewahrnehmung muss ihre ursprunglichen Existenzgrunde wiederfinden, wenn Verwertungsgesellschaften in Prozess und Reform das Argument besonderer Legitimitat zur Seite stehen soll. Die Arbeit zeichnet in ihrem ersten Teil die im Idealfall legitimitatsbegrundenden Eigenschaften von Verwertungsgesellschaften nach. So werden aus utilitaristischer Perspektive die okonomischen, sozialen und kulturellen Funktionen analysiert, sowie die Verwirklichung von Verfassungswerten der Rechteinhaber und des Staates. Im zweiten Teil werden die Defizite der kollektiven Rechtewahrnehmung insbesondere vor dem Hintergrund des Verlegerstreits der VG-WORT und der Verwertungsgesellschaftsrichtlinie (2014/26/EU) diskutiert. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die in der Praxis feststellbaren Abweichungen vom Idealbild eine unverhaltnismassige Reform jedenfalls insoweit nicht rechtfertigen, als dass durch sie die vorhandenen Legitimitatsstrukturen des Verwertungsgesellschaftswesens beseitigt wurden.
Page Count:
245
Publication Date:
2015-01-01
ISBN-10:
384871907X
ISBN-13:
9783848719075
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