
Der Autor wuchs als Sohn ghanaischer Eltern in New York auf. In seinem hochgelobten und preisgekrönten literarischen Debüt versammelt er, zumeist dystopische, Kurzgeschichten über das Leben in den USA. Er schreibt vor allem darüber, was es bedeutet, schwarz zu sein, thematisiert aber auch Polizeigewalt und einen ungezügelten Konsumwahn. Gleich in der ersten Erzählung "Die Finkelstein Five" geht es um irrationale Gewalt, wenn ein Mob landesweit weisse Teenager brutal überfällt, nachdem ein weisser Familienvater nach einem Mord an 5 schwarzen Jugendlichen in allen Punkten freigesprochen wurde. In "Die Akte Zeit" und in einer nahen Zukunft wird ein 15-Jähriger süchtig nach Injektionen mit industriellem Glück, während in "Friday Black" die Verkäufer einer Mall tot getrampelte Kunden zusammenkehren. Eine durchgängig rohe, aber anspruchsvolle Erzählweise. Auch wenn nicht alle Storys wie die sehr ergreifende Geschichte von einem Engel, der einen Amokläufer auf dem Campus stoppen will, gleich gelungen sind, handelt es sich doch insgesamt um eine verstörende und herausfordernde Lektüre-Erfahrung. Gerne empfohlen
Page Count:
240
Publication Date:
2020-01-01
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