
Krise des Fordismus? Postfordismus? Längst passé! Unter neoliberaler Hegemonie hat sich transnational eine neue Produktions- und Lebensweise etabliert. Neoliberale Ideologieproduktion fungiert dabei als organisierendes Element einer krisenhaften Transformation gesellschaftlicher Verhältnisse. Der geschichtliche Block des Neoliberalismus kann sich trotz seiner antisozialen Politik auf aktive und passive Zustimmung stützen, weil er Interessen subordinierter Gruppen aufnimmt, ihre Ziele allerdings ver-rückt. Seine schmalere gesellschaftliche Basis und geringere Kohärenz verleiht zugleich dem Zwang größere Bedeutung, macht Krieg und Gewalt notwendig, um Krisen zu bändigen. Die Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche erfolgt dabei durch die Reartikulation des herrschenden Projektes vom konservativ-liberalen über den sozialdemokratischen zum autoritären Neoliberalismus. Doch letztlich produziert die Verdichtung von Widersprüchen Risse in der hegemonialen Apparatur, die Andeutungen eines >Postneoliberalismus sichtbar werden lassen. Für einen embryonalen anti-hegemonialen Block ist die Analyse der Bedingungen neoliberaler Hegemonie daher unverzichtbar. Vor diesem Hintergrund wird mit Marx und Gramsci die Regulationstheorie kritisch reformuliert, denn die geschichtlichen Prozesse erfordern eine Neubestimmung der theoretischen Begrifflichkeiten - nicht vor der Folie des Alten, sondern ausgehend von der eigenen Qualität und Dynamik des Neuen. - Nach der Lektüre dieses großen Werkes kann man sagen, was nicht selbstverständlich ist: Der Leser ist klüger geworden und hat neue Einsichten gewonnen.
Page Count:
380
Publication Date:
2004-01-01
ISBN-10:
3886192997
ISBN-13:
9783886192991
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