
Joschi ist eigentlich Clochard, irgendwo zwischen Karl Marx und verlottertem Mönch, Jakob ist ein Fernsehmann mit winziger Mansarde in Paris. Uli ein alternativer Aussteiger mit wechselnden Vorlieben, weitab auf der schwäbischen Alb. Nur Linda, die Schwester, ist auch im Privatleben eine Macherin, aber ob sie deshalb liebvoller ist? Ihren Vater haben die vier kaum noch gesehen, seit der sein Testament dem "Schwein" übergeben hat und sich, noch dem Tod der Mutter, von der "ungarischen Hure" pflegen lässt. Und nun da er tot ist, bringt gerade er sie noch einmal zusammen Eigentlich soll er nur uns Handfeste gehen, das Erbe, das Geld, das Haus. Doch iregendwie drängt sich immer wieder etwas anderes dazwischen: Was kommt den jetzt eigentlich nach dem Tod? Die Hölle? Das Weltall? Gar nichts? Oder etwa doch die Auferstehung? [Morgen früh wird das Testament eröffnet. Bis dahin muss das Erbe verteilt sein. Keiner verlässt das Haus]. Karl-Heinz Ott erzählt brillant und mit großer Komik von dem, was eine Familie zusammenhält - und was sie auseinander reißt. Verwandt fühlt sich keiner mehr, doch irgendwann kommt nach einer langen Nacht dan doch der Augenblick der Wahrheit.--
Page Count:
348
Publication Date:
2015-01-01
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