
Bei Recherchen zum Leben des Schriftstellers Desiré Simon im besetzten Paris stößt der Erzähler auf anonyme Denunziationen aus dem Jahr 1941. Er blättert und stockt, als er einen Namen entdeckt, der ihm vertraut ist: Familie Fechner gehört zu seiner angeheirateten Verwandtschaft und betreibt nach wie vor ein Kürschnergeschäft im 15. Bezirk von Paris. Diese Denunziation läßt ihn nicht los. Er erwirkt die Erlaubnis, aus den Polizeiakten den Namen der Denunziantin einzusehen. Es handelt sich um eine "anständige Bürgerin": Cécile Armand-Cavelli, die fast die gesamte Familie Fechner in den Tod geschickt hat, ist Floristin und seit Jahr und Tag Inhaberin eines Blumengeschäfts direkt gegenüber der Fechnerschen Kürschnerei. Der Erzähler weiß, daß die Fechners dort ihre Blumen kaufen und daß sie ihrerseits den Fechners ihre Pelze zum Aufarbeiten bringt. Soll er den Fechners von seiner Entdeckung berichten? Den Fechners, die nie über die Zeit der Verfolgung sprachen? Warum hat die Floristin sie denunziert? Er kommt den Dingen auf die Spur, konfrontiert Cécile Armand-Cavelli mit ihrer Vergangenheit, und macht schließlich eine Entdeckung, die seine Besessenheit, diesen Verrat aufzuklären und die Wurzeln des Bösen bloßzulegen, erschüttert. Die Geschichte nimmt ein unvorhergesehenes, dramatisches Ende, das der Erzähler zu verantworten hat. Auch als Hörbuch, gelesen von Boris Mattèrn: www.hoerkultur.com
Page Count:
208
Publication Date:
1999-01-01
ISBN-10:
3924652287
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