
Was, wenn der letzte Ort, der vielleicht noch Heimat werden könnte, durchdrungen ist von Korruption, Rassismus und Gewalt, ein Ort, an dem das Morden alltäglich geworden ist? Yona wächst allein bei ihrem Vater in einer Stadt in Deutschland auf, zu der beide nie gehören wollten. Nach dem mysteriösen Tod von Yonas Mutter war der Vater aus dem mittelamerikanischen Land geflohen, in dem Yona geboren wurde. Doch über das, was damals geschah, will er nicht sprechen. Als auch er stirbt, kurz vor Yonas Abiturprüfungen, hinterlässt er ihr einen Papierfetzen mit einem Namen: Doña A. Und so zieht Yona auf der Suche nach ihrer Herkunft von einer Fremde in die nächste, in ihre südamerikanische Geburtsstadt am Fuße eines aktiven Vulkans. Hier, wo der Kolonialismus an jeder Straßenecke sichtbar ist, obwohl es ihn doch nie gegeben haben soll, hat sich der Krieg in die Gesichter der Menschen eingeschrieben. Yona erstickt beinahe in der erdrückenden Schwüle und einer von Angst beherrschten Gesellschaft. Schon bald gerät sie in einen brutalen Strudel aus Bandenkriegen und Korruption. Obwohl sie versucht, ihre Schuldgefühle wie auch ihre Familiengeheimnisse von sich fernzuhalten, findet sie schließlich heraus, was einst mit ihrer Mutter geschah. "Nastasja Penzar beschreibt in ihrem Debütroman, der mit dem verstörenden wie magischen Satz beginnt "Die Geburt ist nicht der Anfang", eine äußere und eine innere Reise. Vergangenheit und Gegenwart sind darin erzählerisch verschränkt. Szenen aus dem Zusammenleben mit dem Vater wechseln ab mit Yonas gegenwärtigen Wahrnehmungen und Schilderungen der Ereignisse, die vor ihrer Geburt liegen. Das hält den Text in Bewegung, verdichtet ihn, macht ihn abwechslungsreich und lädt einzelne Bilder magisch auf" (deutschlandfunkkultur.de)
Page Count:
207
Publication Date:
2021-01-01
ISBN-10:
3957579589
ISBN-13:
9783957579584
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