
Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch die malerisch abstrakte, gestische Kunst der 1950er und frühen 1960er-Jahre ? dem Informel ? und zeigt erstmalig die umfangreiche Sammlung einer ostwestfälischen Familie. Damit öffnet sich das Museum Peter August Böckstiegel ebenfalls zum ersten Mal in seiner jungen Geschichte der Kunst der Nachkriegsmoderne und führt die kunsthistorische Entwicklung der letzten Lebensjahre seines namensgebenden Künstlers im Lauf der Zeit fort.00Die Sammler begannen in den frühen 1990er-Jahren, sich intensiv mit der gegenstandslosen Malerei der Nachkriegszeit zu beschäftigen ? einer Zeit, die auch ihre Jugend und ihren eigenen Weg stark geprägt hat. Und so liegt es beiden nahe, sich dieser Aufbruchsstimmung zu widmen und nach und nach Werke zu erwerben, die den Geist der deutschen Kunst in diesen Jahrzehnten spiegelt. So entstand eine private, subjektiv zusammengestellte Sammlung von höchster Qualität, die die verschiedenen Formen und Varianten der Abstraktion ausloten: Von der gestisch und frei geschwungenen Linie über fantasievolle, harmonische Farbspiele bis hin zu geometrischen Elementen, die lose eingefügt werden. 00Geste. Informel. Privat stellt keinen Anspruch auf kunsthistorische Vollständigkeit, das zeigt auch der Titel, dennoch sind doch die meisten der bedeutendsten Künstler des Informel vertreten, darunter Fred Thieler, Peter Brüning, Emil Schumacher, Rolf Cavael, Karl Otto Götz oder Bernhard Schultze. Die Ausstellung wird so zu einem eindrucksvollen Spiegelbild der 1950er und frühen 1960er-Jahre.00Exhibition: Museum Peter August Böckstiegel, Werther, Germany (16.01. - 24.04.2022).
Page Count:
195
Publication Date:
2020-01-01
No comments yet. Be the first to share your thoughts!