
Ein jüdisches Baby überlebt den Holocaust: Auf einer Bank sitzend kommt die Autorin mit einer Frau ins Gespräch und erfährt deren unglaubliche Geschichte. Geboren wurde sie 1944, als Kind jüdischer Eltern, irgendwo in Deutschland. Sie weiss weder ihren Namen, noch ihren Geburtstag, noch sonst etwas Persönliches. Ihre Eltern müssen mit Viehwaggons zu einem Konzentrationslager gebracht worden sein. Als der Zug bei einem Dorf langsam fahren musste, haben sie ihr Baby in einer Wolldecke aus dem Zug auf eine Wiese geworfen, ins Leben hinein. Das Kind wurde von einer Frau unter Lebensgefahr aufgenommen und liebevoll grossgezogen. Heute ist Erika, wie sie genannt wird, verheiratet und hat Enkelkinder. Die Geschichte ist mit sehr schlichten Worten erzählt und gerade darum ergreifend. Vieles aus der Schreckenszeit wird nur angedeutet. Darum meine ich, dass das Buch auch für jüngere Kinder schon zumutbar ist, wenn man sie damit nicht allein lässt. Eindrücklich sind auch die Bilder: Schwarzweiss, wie alte Fotos, nur das Kind und seine Umgebung sind farbig. Ab 8 Jahren, ausgezeichnet, Irene Beglinger-Flückiger.
Page Count:
20
Publication Date:
2003-01-01
ISBN-10:
3794150058
ISBN-13:
9783794150052
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