
In Zeiten von weltweiten Pandemien, unerwarteten Kriegen und zunehmenden gesellschaftlichen Spaltungen existiert in vielen Gesellschaften deutlicher denn je zuvor im 21. Jahrhundert ein Bewusstsein von "Krise". Uber lange Jahrzehnte unhinterfragte politische, soziale und kulturelle Gewissheiten sind unubersehbar ins Schwanken geraten. Nicht nur im deutschsprachigen Raum und in Europa zwingt dies zu einer Neuverhandlung des Umgangs mit Unwagbarkeiten, nicht zuletzt im Verhaltnis zu China. Der Band Krise und Risiko prasentiert ausgewahlte Beitrage zur XXXI. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung fur Chinastudien (DVCS), die im November 2020 vom Asien-Orient-Institut der Universitat Zurich organisiert und coronabedingt virtuell durchgefuhrt wurde. Die elf Beitrage des Bandes beschreiben einen Bogen, der von der Bewaltigung der Corona-Pandemie in der Volksrepublik China des Jahres 2020 uber Katastrophenmotive in der popularen Erzahlliteratur der Ming-Zeit bis zum Topos der Selbsttotung aus Protest als vermeintliche Strategie zur Uberwindung personlicher Krisen in philosophischen Texten des Altertums reicht. Sie beleuchten dabei nicht nur verschiedene Perioden, geographische und gesellschaftliche Bereiche in China, sondern eroffnen ein weites Panorama von methodischen Zugriffen, schriftlichen und mundlichen Quellen, und analysieren die mit ihnen verbundenen sozialen, kunstlerischen oder auch religiosen Praktiken und Wissenskulturen.
Page Count:
246
Publication Date:
2024-01-01
ISBN-10:
344712296X
ISBN-13:
9783447122962
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