
<p>Den „modernen" Städtebau eines Ludwig Hilberseimer gibt es schon seit gut vierzig Jahren nicht mehr. Zuerst hat die postmoderne, dann die 1968er und schließlich die digitale Revolution die mehr als ein halbes Jahrhundert lang gültigen Rezepte der funktionalen Entflechtung obsolet gemacht. Angesichts der allgemeinen Ressourcenverknappung stellt sich allerdings die Frage, welcher „Urbanismus" heute überhaupt noch möglich ist. Begnügen wir uns mit Standardlösungen oder „leisten" wir uns eine hochwertige und nachhaltige Planungskultur, die auf der profunden Kommunikation aller Beteiligten (bei neuen Quartieren sind das naturgemäß nicht wenige) aufbaut? Darüber geben zwei ausführliche Beiträge zum Wiener Vorzeige-Stadtentwicklungsprojekt „Kabelwerk" Auskunft. Und gibt es „Urbanism" nur in Großstädten oder sollten nicht auch kleinere Städte ihre Zentren mittels durchdachter multifunktionaler Komplexe aufwerten? Derartiges erleben wir im oberösterreichischen Hagenberg. Beispiele aus Südfrankreich und anderen Architektur-Hochkulturregionen runden den Überblick über den Stand der urbanistischen Debatte ab.</p>
Page Count:
176
Publication Date:
2008-06-06
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