
Hat einen thematischen Schwerpunkt: Europa als Friedensmacht. Die Konflikte auf dem Balkan und nicht zuletzt der Kosovo-Krieg haben gezeigt, daß Europa die Rolle eines friedenspolitischen Akteurs erst noch lernen muß. Angesichts des wachsenden Unilateralismus in den USA sind neue Formen kollektiven Handelns zu finden, um die Herausforderungen zu bewältigen. Wie muß die Sicherheit in Europa organisiert werden? Welche Rolle kann und darf militärgestützte Friedenspolitik spielen? In einer immer enger vernetzten Welt stellt sich aber auch die Frage nach europäischer Mitwirkung in anderen Regionen. Kann Entwicklungspolitik ein Instrument der Konfliktprävention in den Ländern des Südens sein? Was haben die Weltkonferenzen der neunziger Jahre bewirkt, und welche Fortschritte zeigen lokale Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung? Ferner werden die Probleme der Ernährungssicherung und die Rolle der Ressourcennutzung als Konfliktursache analysiert. In der Tradition früherer Jahrgänge beleuchten wir den Stand der Abrüstungsbemühungen und der Rüstungskontrolle sowohl bei Massenvernichtungswaffen als auch bei Kleinwaffen. Die Gefährdung des ABM-Vertrages durch die amerikanische Politik und die KSE-Verhandlungen sind Gegenstand weiterer Beiträge. Den Abschluß bilden Analysen einiger akuter Konfliktherde: Nordirland, Naher Osten, China/Taiwan, Indonesien und Sri Lanka. Von mehr als dreißig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen erarbeitet, erscheint das Friedensgutachten 2000 zum vierzehnten Mal. Es wird im Auftrag der FEST, des IFSH und der HSFK und in Kooperation mit dem INEF und dem BICC von Ulrich Ratsch, Reinhard Mutz und Bruno Schoch herausgegeben.
Page Count:
363
Publication Date:
2000-06-01
ISBN-10:
3825848205
ISBN-13:
9783825848200
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