
Der Band schliesst an die mediengeschichtlichen Vorgangerbande uber die Nachkriegszeit und die funfziger Jahre an. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Auswirkung der 68er Bewegung auf den Rundfunk, den Buchhandel und die Verlage sowie auf das Fernsehen untersucht: das Aufbrechen alter Strukturen in diesen Medien, das Entstehen und die Pflege der Jugendkultur, vor allem im Fernsehen, die neuen Rundfunkverfassungen oder die programmatische Neuorientierung vieler Verlage. Im Hintergrund steht immer auch die Frage nach den positiven und negativen Konsequenzen der oft zum Mythos stilisierten Zeit um 1968, etwa bei der Lockerung der Pornographiedefinitionen, der Linksorientierung politischer Fernsehmagazine, dem viel proklamierten "Tod der Literatur", den KollektivVerlagen und den Raubdrucken. Es wird deutlich, dass die Dynamik der Entwicklung medienspezifisch je sehr verschieden war, dass die Akteure der Bewegung sich selbst sehr unterschiedlich im Mediengebrauch verhielten. Im Gesprach mit Zeitzeugen wird die Frage "Nach der Stagnation der Aufbruch?" eher ambivalent beantwortet, wobei manchmal auch die verschutteten konservativromantischen Wurzeln aufscheinen.
Page Count:
295
Publication Date:
2003-01-01
ISBN-10:
3447047119
ISBN-13:
9783447047111
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