
Menschen aus Wien und Linz zwischen sechzig und neunzig Jahren erinnern sich an das Kriegsende, die Nachkriegszeit, den Wiederaufbau und den Staatsvertrag. Jugendliche und junge Erwachsene von damals erzahlen von Hamsterfahrten, uberfullten Zugen, Grenzkontrollen und der Angst, was die Zukunft bringen wird, aber auch von Wiedersehensfreude und beginnender Normalisierung. Kinder berichten von der ersten Schokolade und der Begegnung mit den "Besatzern". Frauen haben andere Erinnerungen als Manner und andere Strategien der Bewaltigung des Erlebten. Wiener und Wienerinnen erzahlen von Nahrungsknappheit und Wohnungsnot, Linzer und Linzerinnen von Erlebnissen auf der Donaubrucke. Die Besonderheit des Buches sind die Erzahlperspektiven. Die Geschichten differieren, je nachdem, ob die Erzahlenden ihre Erinnerungen an Irene Riegler, Jahrgang 1975, oder an Heide Stockinger, Jahrgang 1941, weitergaben. Irene Riegler und Heide Stockinger versuchten mit Respekt vor dem geschenkten Vertrauen und der Einzigartigkeit jeder Lebensgeschichte aus dem biografischen Material eine vielschichtige Darstellung der Zeit von 1945 bis 1955 zu schaffen. Angehorige alterer Generationen finden sich mit ihren eigenen Erinnerungen vielleicht in diesem Buch wieder. Jungere Leser profitieren vom Wissen der Alteren, die Alteren wiederum von den Sichtweisen der Jungeren, so der Wunsch der Autorinnen.
Page Count:
296
Publication Date:
2005-01-01
ISBN-10:
320577356X
ISBN-13:
9783205773566
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