
Nach 1918 fanden Plane zur Auflosung und Neubildung historischer Lander Verbreitung. Bis zum nationalsozialistischen Machtantritt wurde daruber debattiert, ob das Reich weiter in seiner bundesstaatlichen Konstruktion getragen werden sollte oder ob es als Republik nicht besser in einem Einheitsstaat aufgehoben sei. Untersucht werden die disparaten Interessen und kommunikativen Strategien, die in dieser Zeit auf eine Reform der Reich-Lander-Beziehungen abzielten und die die Bindungen der Weimarer Zeitgenossen an die traditionelle foderative Ordnung lockerten. Die Darstellung verlasst die Eigenlogik begrenzter regionaler Probleme und greift uber einen traditionellen politikgeschichtlichen Ansatz hinaus: Das Streben nach dem perfektionierten Bundesstaat wird aus den modernen Tendenzen verdichteter Kommunikation, Urbanisierung und wirtschaftlicher Verflechtung heraus begrundet.
Page Count:
486
Publication Date:
2012-01-01
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