
Was waren die Handlungsmotivationen von Künstlern, Kunsthistorikern und Kunsthändlern, die Ausdrucksformen der Moderne mit dem Nationalsozialismus zu verbinden versuchten? Welche Mechanismen bestimmten die kunsthistorische Kanonisierung nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Wiederkehr ideologisch befrachteter Begrifflichkeiten und Argumentationsmuster in der Gegenwart? Diese Fragestellungen behandelt der vorliegende Tagungsband zum gleichnamigen internationalen Kolloquium, das als Kooperation zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Freien Universität Berlin im Mai 2019 unter der Leitung von Meike Hoffmann und Dieter Scholz stattfand. Ergänzend diskutiert der Band innovative Ausstellungsformate, Verantwortlichkeiten und Perspektiven: Wie lässt sich heute das facettenreiche und widersprüchliche Bild der deutschen Kunstwelt zwischen 1933 und 1945 im institutionellen Rahmen eines Kunstmuseums darstellen? "Will man zukünftig die Fortsetzung gewisser Narrative umgehen, so darf die formal-ästhetische Moderne nicht von ihren historischen Umständen getrennt behandelt werden. Das macht dieser lohnende und facettenreiche Tagungsband deutlich klar. Ebenso, dass eine weitere Aufarbeitung des vielseitigen, teils so widersprüchlichen Kunstgeschehens im Dritten Reich unabdinglich ist. Dabei gilt, sich als Forschende immer wieder die Frage zu stellen, wo stehen wir und wie steht es um die Aufarbeitung. Die im Verbrecher-Verlag erschienene Publikation präsentiert somit den aktuellen Status Quo" (kunstbuchanzeiger.de)
Page Count:
367
Publication Date:
2020-01-01
ISBN-10:
3957324521
ISBN-13:
9783957324528
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