
Das Leben stammt aus dem Meer. Gleichzeitig aber war die See immer auch ein gefahrlicher Ort, dem viele Leben zum Opfer fielen. Sturme und Schiffbruch sind untrennbar mit der Schifffahrt verbunden und kosteten unzahlige Menschen das Leben. Seekriege wurden mit ausserster Brutalitat gefuhrt. Die Arbeit an Bord der Schiffe zahlte zu den gefahrlichsten Berufen. Unfalle, Meutereien und Uberfalle gingen einher mit Mangelernahrung und fehlender Hygiene, was zu entsprechenden Krankheiten fuhrte. Aber auch an Land war man nicht in Sicherheit vor den Gefahren des Meeres. Sturmfluten bedrohten die Bevolkerung der Kustenregionen. Und heute ist der maritime Lebensraum durch Klimawandel und Verschmutzung selbst bedroht. Die Ambiguitat zwischen Faszination und Schrecken, Abenteuer und Desaster im Verhaltnis von Mensch und Meer fand und findet ihren Niederschlag auch in der Literatur und bildenden Kunst. Dieses Buch dokumentiert die Ergebnisse einer internationalen und interdisziplinaren Tagung, die dieses Wechselverhaltnis in kultur-, wirtschafts- und sozialhistorischer Perspektive diskutierte, und gewahrt Einblicke in eine gleichnamige Ausstellung an der Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf.
Page Count:
248
Publication Date:
2022-01-01
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